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Stéphane


Guter Vorsatz zum Jahresanfang:

publié le 23 févr. 2019 à 19:02 par Sailing Olena   [ mis à jour : 23 févr. 2019 à 19:59 ]



Ein Zitat von Johann Vivian, Besitzer der Subex Tauchbasen im Roten Meer, und ehemaliger Armeetaucher der Schweiz.

„Fabrum esse suae quemque fortunae“, übersetzt „jeder sei Schmied seines Glückes“.

Die Redewendung wird gutgeheissen oder verneint. Nein stimmt nicht. Ja aber…., es wäre schön, wenn es so wäre usw., alles Gründe die aufgeführt werden, dass es nicht zutrifft.

Wir stehen uns selbst im Wege, wir allein entscheiden, wie wir das Erlebte einordnen. Anstatt sich am Positiven zu orientieren, lassen wir uns vom Negativen leiten und realisieren dabei nicht, was wir uns selbst kaputtreden. Wenn und wenn ja, wie können wir das beeinflussen, ja ändern? Ganz einfach! Stellen wir uns vor; in unseren Gehirnwindungen gibt es einen Virus: Sais, sprich Scheisse alles ist schlecht. Sein Ziel ist es, unser Gehirn zu infizieren und das Positive auszublenden. Wir haben aber auch einen Virensacanner, nenne wir Ihn JisGS -Jeder ist seines Glückes Schmied-, der den SAIS- Virus Scheisse, alles ist schlecht- erfolgreich in die Quarantäne befördern kann. Nutzen wir unseren, notabene free of charge, JisGS Virenscanner. Wenn sich der Sais Virus bemerkbar macht, einfach einen kurzen Klick und weg ist er. Ich garantiere euch, damit wird jeder Tag und auch alles andere Erlebte nachhaltig und in guter Erinnerung bleiben! Probiert es ruhig aus, es funktioniert und ist gratis. 

Ich schreibe diese Zeilen einen Tag vor Ankunft in Panama, während der Überfahrt von Tortolla (BVI’s). Für diese Überfahrt von ca. 1‘100 SM werden wir voraussichtlich 6 Tage und par Stunden benötigen. Wir sind mit einem guten Wetterfenster losgefahren, mit Maximum 25 Knoten Wind gemäss Prognose. Wie es dann so ist, ist es eben anders und man kann nicht einfach umkehren oder in ein Gasthaus gehen um abzuwarten bis es besser wird. In der Seglersprache nennt man es Abwettern, wenn man mit zu starken Winden zurechtkommen muss. Wobei der Wind war mit knapp 40 Kn (8Bft), gemäss Tabelle „stürmischer Wind“, zu ertragen. Wir waren während 3/4 Tage mit nur dem kleinsten Segel, der Fock, und ohne Gross unterwegs und trotzdem schnell. Was viel mehr Einfluss hat sind die Wellen oder der Zustand der See, und die war chaotisch und mit gut 5-6 Meter grob zu uns. Während 3 Tagen hämmerte es von allen Seiten gegen unsere OLENA wie mit einer Abriss-Birne. Wellen sprangen ins Aussen-Cockpit und die Gischt kam bis in die gute Stube. Überall Salzwasser. Auch mir war es nicht nur Sprichwörtlich zum Kotzen. Und die „To doo“-Liste oder auch „Schadensliste“ wurde immer länger, gewiss keine Schäden welche die Sicherheit beinträchtigen aber trotzdem.

Und heute war der Wind dann sooooo schwach, dass selbst mit dem Spinacker nichts Zählbares rauskam, also Verbrennen wir wohl oder übel Diesel, die nächsten 30 Stunden bis Panama. 

Nun gemäss obigem Zitat von Johann Vivian, könnte ich hier Seitenlang über das negative dieser Überfahrt weiterschreiben, nach dem Motto Sais-Scheisse alles ist schlecht, oder mich freuen, dass wir wieder mal recht zügig unterwegs waren, alle Gesund sind, wir nicht Kalt haben wie die daheimgebliebenen. Die Flaute von heute haben wir genutzt um das Schiff vom Salz zu befreien, die Polsterbezüge in der Waschmaschine vom Salz zu befreien, kleinere Reparaturen zu machen und auch die Nähmaschine war in Betrieb. Und wir haben uns von unserem „blinden Passagier“ ein „Tölpel-Vogel“ unterhalten lassen der uns als Transportmittel benötigt. Die meiste Zeit balanciert er auf einem Relingsdraht oder Watschelt bis ins Cockpit, ist sehr Neugierig, fliegt dann wieder für einen Moment weg und landet dann mehr oder weniger elegant wieder auf der OLENA.


Arbeitslager Alltag in Sint-Maarten

publié le 12 janv. 2019 à 18:17 par Sailing Olena

Uns wird's nicht Langweilig ,immer was zu flicken an diesen Kisten! Die Salzluft setzt allem zu. Diese Woche zum Beispiel, die 150A Relais von Ankerwinde und Elektowinsch demontieren reinigen und Kontakte planschleifen. Der Batterie Hauptschalter 250A, hatte schon seit 2 Monaten Spannungsverlust,   hier haben wir nun einen Baugleichen gefunden und Ersetzt. Das neue Grossegel konnten wir abholen, danach das alte Gross runter, die Latten- Boxen ausbauen und Reffblöcke demontieren und noch schnell die 10 Mastrutscher entfernen zum Reinigen und oh Schreck neue Kugeln müssen her! Wir benötigen 420stk! Die ganze Insel abgeklappert um so viele zu finden. Dann die endlose sisifuss Arbeit diese Kugeln in die Rutscher zu bringen, irgendwann war auch dass erledigt. Danach das Segel mit den Lattenboxen und Reffblöcke bestückt, jede Latte einkürzen. (Das Karbonsegel vom Voreigner war massiv Grösser als das Original und hatte viel zu viel Power gegenüber den drei Vorsegel) .
Als wir dann das neue Gross Hochgezogen haben waren die Reffleinen 2+3 zu Kurz, da diese weiter oben sind als bisher. Wir haben letzten Mai alle 3 Reffleinen ersetzt. Also neue Reff3 kaufen (16mm 29m) dann die Bissherige Reff3 als Reff2 einziehen usw.
Nebenbei läuft noch der Normale Alltag mit Schule Kochen Haushalt ....
Wir Flicken an den schönsten Plätze der Welt und frieren dabei nicht.

Wieso auf einem Schiff die Arbeit nie Ausgeht oder warum geht vieles kaputt.

publié le 19 mars 2018 à 19:11 par Sailing Olena   [ mis à jour : 4 oct. 2018 à 19:42 ]

Vorneweg, jemand hat nach einer Weltumsegelung ein Buch geschrieben mit dem Titel: „Um die Welt zu Segeln bedeutet das Schiff in den schönsten Buchten der Welt zu reparieren“.

 

Hier nun ein Vergleich um es Verständlich zu machen; Man nehme z.B. einen Camper oder Wohnmobil und fahre mit demselben über eine Schotterpiste die so richtig an der Kiste Rumschüttelt, mit 75% seiner Leistung also ca. 80 Km/h, nonstop 24 Stunden pro Tag und dies während 21 Tage (solange dauert eine schnelle Atlantiküberfahrt). Das ergibt 504 Stunden oder eine Strecke von 40‘320 Km! Noch kein so teures Vehikel macht das schadlos mit, da gibt es auch an einem Wohnmobil einiges zu ersetzen. So ergeht es ungefähr den Segelschiffen auf dem Meer.

 

Wir haben in Martinique ein Schweizer Paar getroffen die 3 Tage nach uns, am 9. Januar die Kanaren verlassen haben und erst nach 45 Tagen in Martinique angekommen sind, auch das gibt’s. Die zwei mussten sogar das Klopapier Rationieren, weil Ihre Überfahrt länger gedauert hat als geplant.

 

Zurück zu meinem Vergleich, erschwerend kommt die Salzhaltige Luftfeuchtigkeit, denn wir haben meistens immer über 75%! Da korrodieren Sachen, dass glaubt man gar nicht und das teuerste Werkzeug wird Rostig. Ein anderer Weltumsegler den ich kenne, und der war auf seinem Schiff ober Pingelig, hat mir mal gesagt; jeder Seefahrer kommt zwangshalber an den Punkt wo er die Salzhaltige Luftfeuchtigkeit und die UV Strahlen der Sonne verwünscht.

 

Was viele nicht wissen, ein Segelschiff ist im Vergleich zum Automobilbau ein reiner Prototypenbau. Wenn ein Hersteller von einem Modell, das zwischen 5 und 10 Jahre Hergestellt wird, 100 Stück verkauft ist das schon fast wahnsinnig viel. Und dann gibt es noch Unzählige Varianten für den Innenausbau und Motorisierung.

Von unserem Schiff wurden während 7 Produktionsjahren 51 Stück gebaut. Diese wurden mit 3, 4 oder 5 Kabinen, und mit, 2,3,4, oder 5 Toiletten angeboten. Danach konnte man auswählen ob die Küche unten im Linken Rumpf oder oben im Salon steht und bei den Motoren standen von 29PS bis 75PS 4 Modelle zur Auswahl. Es gibt also keine 2 identisch gebaute Schiffe wie unseres, was bedeutet, dass die verbauten Sachen Einzelanfertigungen sind und wenn etwas zu Bruch geht, man nicht einfach schnell in den nächsten Laden gehen kann um ein Ersatzteil zu Besorgen.

Schlaue Chinesen vs. Nachhaltigkeit

publié le 4 févr. 2018 à 10:04 par Sailing Olena

Überall auf den Inseln die wir Besucht haben findet man Chinaläden die ausser Lebensmittel „fast alles“ haben. Diese Läden sind eine Mischung aus Eisenwaren-Kleider-Geschenk-Spielzeug-Papeterie-Haushalt und Ramschgeschäft. Auch auf CapVerde sind diese Läden. Als wir die nördlichste Insel von CapVerde, Santo Antão besucht haben, hatten wir einen Lokalen Guide für die Inseltour. Der Junge Mann um die 30 war kein „Hinterbänkler“ und hat uns über diese Chinaläden aufgeklärt.
(Jetzt gerade wo ich diese Zeilen schreibe, sitze ich im Cockpit während meiner Nachtwache und es ist morgens 05:00, fliegt ein Fliegender Fisch neben mir vorbei, direkt in die Kombüse. Der ist aber viel zu klein für die Pfanne und da er ganz wild umherzappelt befördere ich Ihn wieder ins Meer zurück).
Zurück zu Santo Antão welche die schönste der CapVerdischen Inseln ist und für Wanderfreund Paradiesisch. Auf dieser Insel beträgt der Tagessold für einen Baumeister €12 und für den Maurer €6. Nun zu den Facts wie selbst solche Inseln Chinaläden haben. Unser Guide erzählt: vor einigen Jahren kam eine chinesische Delegation auf „Staatsbesuch“ bei den CapVerdischen Behörden und haben den „Pestalozzi“ Gespielt in dem Sie eine Beträchtliche Summe Geld den CapVerden Schenken wollen, damit sich diese Inselgruppe entwickeln kann und die Infrastrukturen zu modernisieren. Als einzige Gegenleistung, verlangten die Chinesen dafür, dass Sie Fischen kommen dürfen, so wie das Chinesische Staatsangehörige Läden eröffnen können und diese während den ersten 5 Jahren Steuerfreiheit geniessen. Tönt ja alles schön Vernünftig, nun jedoch zu den Folgen.
Die Chinesen kamen mit Ihren schwimmenden Fischfabriken und haben in Kürze das Meer um CapVerde leer gefischt. Die Lokalen Fischer mit Ihren kleinen Holzbooten fischen nur noch kleine Fische und die Fischpopulation kann sich nicht mehr erholen. Die Chinaläden Ihrerseits haben mit Ihrer „billigen“ Ware und der Steuerfreiheit die Heimischen Läden verdrängt, da die Auswahl viel grösser-moderner und eben billiger ist. Nur ist eben billig nicht gleich Gut und nur von kurzer „Lebensdauer“. Unser Guide erzählt weiter, das „seine“ Insel sich nun mit Abfall beschäftigen muss, den man vor der Zeit der Chinaläden gar nicht gehabt hatte. Haufenweise Plastik ist nun im Müll, Werkzeug und Kleider, da eben Billig und kurzlebig, doch die Insel hat weder die Infrastruktur um zu Trennen und Rezyklieren, oder aufzubereiten. Vielfach wird der Abfall dann verbrannt. Und nach 5 Jahren wird der Chinaladen geschlossen und ein neuer Chinese macht wieder einen Laden auf und profitiert somit wieder von 5 Jahren Steuerfreiheit.

Nun kann sich jeder Leser meiner Zeilen selbst Gedanken über Nachhaltigkeit machen.

Transatlantik

publié le 5 janv. 2018 à 16:22 par Sailing Olena   [ mis à jour : 5 janv. 2018 à 16:22 ]

Wir informieren euch, dass wir ab morgen, 6. Januar, auf die Transatlantik gehen. Wer uns folgen will:

Calamares-Fänger?

publié le 1 déc. 2017 à 17:07 par Sailing Olena

Am Morgen Nachdem wir Funchal verlassen hatten, mache ich eine kleine Boots-Kontrollrunde und was sehe ich da auf dem Vordeck? Nicht etwa Kadaver von fliegenden Fische, sondern ein kleiner Calamare. Der muss es wohl mit einer Welle aufs Deck gespült haben. Jedenfalls ist er Tod und ich bringe Ihn über Bord ins Meer wo er wohl oder übel als Fischfutter weiterverwendet wird.

Meeresplankton zum dritten

publié le 1 déc. 2017 à 17:06 par Sailing Olena

Während meiner Nachtwache,  die super finster ist, da es kurz nach Neumond, erblicke ich plötzlich parallel zum Boot Fluogrün leuchtende Planktonschweife die das Boot überholen. Was den Geier ist denn das, frage ich mich halb Erschrocken. Hat da etwa ein U-Boot Torpedos abgefeuert? Nein es war „nur“ eine Gruppe Delfine die das Boot überholt hatten, um in der Bugwelle zu spielen. Und das mitten in der Nacht, gehen die eigentlich nicht ins Bett?

Meeresplankton zum zweiten

publié le 1 déc. 2017 à 17:05 par Sailing Olena

Manchmal haben wir Disco in der WC-Schüssel

 

Die WC‘s auf Booten werden in der Regel von Hand abgepumpt und gleichzeitig mit Meerwasser gespült. Wenn man nun das Licht ausmacht und das WC spült, erleuchtet das Plankton im Meerwasser die Schüssel in viele kleine hellgrüne Punkte. Es fehlen nur noch die passende Musik und ein Drink für die Party.

Meeresplankton zu ersten

publié le 1 déc. 2017 à 17:05 par Sailing Olena   [ mis à jour : 9 déc. 2017 à 15:10 ]

Im Meer hat es bekanntlich Plankton, welches sich durch Reibung fluogrün erhellt, ähnlich wie die Leuchtkäfer an Land. An der Welle vom Bootbug kann man solche fluogrüne Punkte gut ausmachen und zieht sich wie ein Schweif am Heck nach.

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